Veronika Michitsch gibt einen kleinen Einblick in ihre vielseitigen und farbenfrohen Projekte, die sie mit ihren Schülern in Landskron zum Leben erweckt.
Unser Deutschkurs in Landskron, in der Pension Franz, hat etwas Einzigartiges und Stabiles an sich: Die Clientel – sprich der Schülerstamm – wechselt gottseidank so gut wie nicht. Dies bedeutet, dass seit November immer dieselben Männer regelmäßig in den Deutschkurs kommen. So bildete sich in diesen sieben Monaten eine kleine aber feine Gruppe von acht bis elf Personen, die eifrig und interessiert Deutsch lernen möchte. Seit März beehren uns noch zwei externe „Schüler“ aus einer anderen Landskroner Pension. Auch sie bereichern unser Kursgeschehen immer wieder aufs Neue.
Andrea Urban hat im Frühjahr 2009 bei VOBIS hospitiert und in der Pension Miklau in Kühnsdorf ihre Erfahrungen gesammelt. Hier ein Auszug aus ihrem Hospitationsbericht:
(...) Die Hospitation hat mir gezeigt, dass sich Organisation und Ablauf der VOBIS-Kurse in einigen Punkten wesentlich von anderen Sprachkursen unterscheiden. Da alles auf freiwilliger Basis stattfindet, muss man als Lehrender oft mit unvorhergesehenen Störungen rechnen (z. B. jemand kann nicht teilnehmen, da eines Kind krank ist und Ruhe braucht), die den Unterricht beeinflussen können. Im Grunde glaube ich, dass diese Störungen für die Lehrenden auch eine Art Herausforderung sein können, die zwar ein großes Maß an Flexibilität verlangen, aber das Unterrichten auch spannender machen.
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Laura Ippen schildert ihre Eindrücke einer (nicht) ganz normalen Deutschstunde aus der Pension Katharina in St.Veit im Jauntal
Heute ist Freitag, "Deutschkurstag", und das heißt: Auto ausleihen, nach Klagenfurt fahren, meine KollegInnen einsammeln (ja, "KollegInnen" mit großem I, denn wir haben auch einen Mann im Team - Männer sind rar bei Vobis, wie überall im Sozialbereich, ob bezahlt oder nicht), und dann auf ins sog. Unterland. Wen werden wir antreffen? Das wissen wir vorher nie so genau ...
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Der Deutsch-Unterricht für erwachsene AsylwerberInnen begann in Radenthein, genauer gesagt damals in Döbriach, schon lange vor VOBIS und hat demnach seine eigene Geschichte. Praxisbericht von Veronika Kapeller
Maria Gruber, Deutschlehrerin für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache, fiel im Jahr 2000 ein massives Problem auf. Sie gab im Rahmen ihres Lehrerinnenn-Auftrages 20 vorwiegend tschetschenischen Kindern Deutschunterricht. Nun, die Kinder lernten mit grossem Eifer die neue Sprache. Jedoch sie konnte sich mit deren Eltern nicht unterhalten, geschweige denn, mit ihnen die schulischen Probleme der Kinder bereden, denn sie sprachen ausnahmslos kein Deutsch ...




